Fehlende Angebote in der Gastronomie und Kapazitätsbeschränkungen haben dazu geführt, dass auch die Nachfrage von Inlandsgästen in der Schweiz in der Wintersaison 2020/21 eher verhalten war.
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Wirtschaft Tourismus

SEILBAHNEN SCHWEIZ

Weiterhin schwieriger Winter für Schweizer Skigebiete

Für die Schweizer Skigebiete verläuft die Wintersaison 2020/21 schwierig, wenn auch deutlich besser als in anderen europäischen Ländern. Mit Stichtag 31. Januar 2021 betrug das Besucherminus (Ersteintritte) im Vergleich zum Vorjahr 26,4 %, der Umsatz ging im selben Zeitraum um 29,7 % zurück.

von: DK

Auch die Zahlen für den Januar 2021 sind für die Schweizer Seilbahnen wenig erfreulich: 33,8 % weniger Gäste haben in diesem Monat zu Umsatzeinbußen von 37,5 % geführt. Im Gegensatz dazu zeigen die Veränderungen im Fünf-Jahres-Durchschnitt ein etwas positiveres Bild: Hier betrugen die Rückgänge bei den Ersteintritten in der Schweiz 13,7 %, beim Umsatz 17,7 %. Dabei sind die Zahlen in den einzelnen Skigebieten höchst unterschiedlich: Als „dramatisch“ bezeichnet Seilbahnen Schweiz die Rückgänge in Skigebieten, die traditionell einen hohen Anteil an ausländischen Gästen haben. Diese seien während der Weihnachtsferien fast vollständig ausgeblieben, hier gäbe es Umsatzeinbußen bis zu 50 %.

Kleine Skigebiete bei Ballungsräumen legen zu

Zurückhaltend war auch die Nachfrage von Schweizer Gästen. Fehlende Angebote der Gastronomie und Kapazitätsbeschränkungen dürften laut Seilbahnen Schweiz dazu geführt haben, dass Inlandsgäste für kürzere Zeit als sonst in den Skigebieten geblieben sind. Zulegen konnten einzig die kleineren Skigebiete in der Nähe von großen Ballungsräumen. Sie profitierten einerseits von den guten Schneeverhältnissen, aber auch davon, dass die Gäste weniger lange in den Gebieten bleiben und somit Skigebiete mit kürzerer Anreisezeit bevorzugen, heißt es seitens Seilbahnen Schweiz.

Skibetrieb auch künftig möglich

Wie sich die Zahlen für die gesamte Wintersaison 2020/21 in der Schweiz weiterentwickeln, hängt vom Gästeaufkommen in den kommenden Wochen ab. 50 % der gesamten Saisoneinnahmen werden in der Schweiz in gewöhnlichen Jahren in den Monaten Februar und März erzielt. In jedem Fall habe der Seilbahnbetrieb bis jetzt gezeigt, dass ein Skibetrieb auch in Corona-Zeiten möglich ist, so Seilbahnen Schweiz.

Umsatzveränderung bei Schweizer Skigebieten (Personentransport)

 Wintersaison 2020/2021 - Werte kumuliert bis 31. Januar 2021

RegionVeränderung zum VorjahrVeränderung im Fünf-Jahres-Durchschnitt*
Graubünden**- 28,7 %- 13,1 %
Zentralschweiz**- 40,9 %- 10,1 %
Ostschweiz**- 39,0 %- 12,9 %
Berner Oberland- 28,5 %- 16,2 %
Waadtländer und Freiburger Alpen- 2,0 %+ 20,7 %
Wallis- 32,8 %- 25,2 %
Tessin- 22,4 %k. A.
Schweiz Gesamt- 29,7 %- 17,7 %

* Fünf-Jahres-Durchschnitt der Jahre 2015/16 bis 2019/20
** Betroffen von kantonal beschlossenen temporären Schließungen oder Beschränkungen der Transportanlagen

 


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