Bahnen

Top-Sesselbahn in Lofer

Bei der neuen 8er-Sesselbahn „Schwarzeck“ wurden erstmals die Ausstattungsmerkmale Wetterschutzhauben, Sitzheizung und automatische Verriegelung der kindersicheren Schließbügel (mittige Fußraster) kombiniert.

Nach dem Neubau der Zubringerbahn im Jahre 2011 wurde mit dem Bau der neuen 8er-Sesselbahn „Schwarzeck“ ein langjähriger Wunsch der Lofener erfüllt. Bereits vor 35 Jahren stellte man Überlegungen an, diesen wunderschönen und familienfreundlichen Bereich zu erschließen. Damals war die Zeit aber noch nicht reif für eine solche Investition. Zu viele andere Aufgaben galt es zu bewältigen.

Gemeinsam mit den langjährigen Planungspartnern Melzer & Hopfner aus Bregenz konnte nun ein zeitgemäßes Konzept entwickelt werden, um diesen Skigebietsbereich zu erschließen. Herzstück ist dabei eine supermoderne 8er-Sesselbahn mit Vollausstattung, wobei die Kombination Wetterschutzhaube, Sitzheizung und vollautomatische kindersichere Ausstattung mit mittigen Fußrastern erstmals ausgeführt wurde.

Unmittelbar um die Talstation wurde ein Kinderland platziert, ein ca. 140 m langer, überdachter Zauberteppich ersetzt drei Schlepplifte.

Auch im Hinblick auf zeitgemäße Energieversorgung wurden neue Wege eingeschlagen. So wurde in der Talstation eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 32 kWp (Kilowatt-Peak = elektrische Spitzenleistung) installiert. Die gewonnene Leistung reicht aus, um das angrenzende Kinderland mit Energie zu versorgen.

Ein besonderes Highlight ist die Lage der Bergstation. Der Standort bietet ein sensationelles 360°-Panorama; man sieht an klaren Tagen bis zur Stadt Salzburg.

Die Generalplanung stammt von Melzer & Hopfner, die technische Anlage wurde von Doppelmayr geliefert und montiert, das Förderseil ist von Fatzer.

Das technische Konzept sieht einen Brückenantrieb am Berg vor, im Tal wird hydraulisch abgespannt. Der Bahnhof für sämtliche Fahrzeuge ist im Tal untergebracht. Die Konzeption sieht eine max. Förderleistung von 3.200 P/h vor, vorerst wurden 2.400 P/h installiert.

Die Anlage wurde in knapp fünf Monaten errichtet, für eine Neuerschließung mit Pistenbau (10 ha neue Pistenflächen), Beschneiung, Energieversorgung, Wegebau und Kinderland eine wahre Meisterleistung, die nur durch das perfekte Zusammenspiel aller Beteiligten möglich war.

Die offizielle Eröffnung fand am 15. November 2012 statt, Politprominenz sowie Seilbahnfreunde aus den benachbarten Skigebieten gaben der Veranstaltung einen würdigen Rahmen.

TECHNISCHE DATEN
8er-Sesselbahn "Schwarzeckbahn" (kuppelbar, Wetterschutzhauben, Sitzheizung, Schließbügelverriegelung); Klammerwerte: Endausbau

Seehöhe Talstation 1.359 m
Seehöhe Bergstation 1.569 m
Schräge Länge 923 m
Höhenunterschied 210 m
Stützenanzahl 11
Spurweite 7,30 m
Förderseildurchmesser 48 mm
Antrieb Berg
Antriebsleistung 345/436 (402/504) kW
Spanneinrichtung Tal
Fahrzeuganzahl 36 (49)
Folgezeit 12,2 (9,0) s
Fahrgeschwindigkeit 5,0 m/s
Fahrzeit 3,3 min
Förderleistung 2.360 (3.200) P/h

Beteiligte Firmen:
Generalplanung Melzer & Hopfner
Seilbahntechnik Doppelmayr
Elektrotechnik Doppelmayr
Förderseil Fatzer
Baukosten 5,7 Mio. Euro
Bauzeit 5 Monate

Erstmals wurden die Ausstattungsmerkmale Wetterschutzhauben, Sitzheizung und automatische Verriegelung der kindersicheren Schließbügel kombiniert. Foto: Doppelmayr

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