Betriebsleiter Siegfried Kalsberger (links) und Geschäftsführer Erwin Petz (rechts) beim Start der Turbine.
Foto: Riesneralm
Beschneiung Wirtschaft Umwelt

RIESNERALM BERGBAHNEN

Riesneralm geht mit Beschneiungs-E-Werk in Betrieb

Das Skigebiet Riesneralm hat ein innovatives Wasserkraftwerk an der Talstation in Betrieb genommen, das ökologischen und nachhaltigen Ansprüchen gerecht wird. In Zukunft soll es neben Liftbetrieb und Gastronomie ein drittes wirtschaftliches Standbein für die Region bilden.

Trotz Kritik und Diskussionen im Vorfeld ließ sich das Skigebiet nicht beirren und begann im Herbst 2019 mit dem Bau des neuen Wasserkraftwerkes, das sowohl Strom als auch Schnee erzeugen soll.

Rasche Teilfertigstellung

Das Projekt wurde am 5. September 2019 nach Vor- und Finanzierungsverhandlungen gestartet – bereits am 5. Dezember, drei Monate später, konnte von der Firma Gebrüder Haider & Co. eine Teilfertigstellung erreicht werden. Durch dieses schnelle Voranschreiten wurde bereits in der Wintersaison 2019/2020 das Kraftwerk zur Schneeerzeugung mit Wasser aus dem Donnersbach genutzt – in diesem schneearmen Winter somit eine äußerst nützliche Investition.

Seit Ostern wurde nun an der Fertigstellung des E-Werks gearbeitet, bis Ende Mai 2020 wurde das Projekt abgeschlossen.

Nachhaltige Investition

Der Geschäftsführer Erwin Petz verspürt heute Erleichterung, dass die nachhaltige und innovative Investition nach einer schwierigen, 4-jährigen Verhandlungsphase tatsächlich realisiert werden konnte. Mit der Sparte „Energie Riesneralm“ wurde neben dem Lift- und Gastronomiebereich eine dritte wirtschaftliche Säule errichtet, die das Skigebiet ökonomisch und ökologisch breiter absichern soll. Vor allem für die Zukunft kann dies von enormer Bedeutung sein.

Stromüberschuss dank innovativer Anlage

Doppelt so viel Strom, als der gesamte Betrieb inklusive Beschneiungsanlage verbraucht, wird dank des E-Werks mit Wasser aus dem Donnersbach erzeugt, was das Projekt zum ökologischen Vorreiter in der Branche macht. In Verbindung mit dem bestehenden E-Werk werden zukünftig bis zu 6 Million kWh Energie erzeugt. Die nicht benötigte Energie wird ins Netz eingespeist. Durch diese Lösung muss am Berg kein weiterer Beschneiungsteich (mit ca. 100.000 m³ Inhalt) gebaut werden, da diese Menge an Wasser nun das neue Wasserkraftwerk liefert, welches direkt an die Beschneiungsanlage angeschlossen wurde.

Weitere Schritte

Auch der beliebte Europacuphang soll modernisiert werden; die Beschneiungsleitungen dort, die ebenfalls angeschlossen sind an das neue E-Werk-Beschneiungsnetz, werden erneuert. Bis Ende August soll dieses Unterfangen abgeschlossen werden. Schlussendlich beläuft sich die Investitionssumme für das Gesamtprojekt auf 5 Millionen Euro.

Für Geschäftsführer Erwin Petz ist es von enormer Bedeutung, gerade jetzt, in dieser schwierigen Zeit, die Weichen zur Modernisierung zu stellen, sodass man gestärkt die herausfordernde Zukunft bewältigen kann. Damit soll zudem auch ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um die vielen direkten und indirekten Arbeitsplätze zu sichern.

Foto: Riesneralm/Erwin Petz
Das Beschneiungs-E-Werk fügt sich harmonisch ins Ortsbild der Talstation Riesneralm ein.
Foto: Riesneralm/Erwin Petz

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