Pistengeräte

Mit Swissness punkten

Ob der Bau von Superpipes für Olympische Winterspiele oder die Schnee­räumung auf Straßen, Schienen und Flugplätzen, – dafür braucht es langlebige, technisch ausgereifte Geräte von Profis für Profis. Diesen Qualitätsanspruch erfüllt seit Jahrzehnten das Schweizer Unternehmen aus Eggiwil.

von: Claudia Mantona

Qualität hat ihren Preis! Wer hat diesen Satz nicht schon einmal gehört? Viele werden sagen: „Ja, das sagt jeder, der etwas Hochwertiges verkaufen will!“ Hierbei geht es aber auch um die Frage, was sagt der Preis über ein Produkt eigentlich genau aus bzw. welche Dienstleistungen und Werte sind darin enthalten, denn der Preis ist letztendlich nur eine Facette des Produkts.

Hier wiederum haben Schweizer Unternehmen wie Zaugg sehr gute Karten, denn die Firma hat die „Schweizer Qualität“ ihrer Halfpipe- und Superpipe-Fräsen oder ihrer Schneefrässchleudern u. v. m. seit etlichen Jahren auf dem international umkämpften Parkett unter Beweis gestellt. Zaugg hat z. B. seit 2008 einen Partnervertrag mit dem Internationalen Skiverband (FIS), und die Profi-Liga der Freestyle- und Snowboardszene lieferte sich etwa bei den Olympischen Winterspielen in Nagano (Japan, 1998) oder in Sotschi (Russland, 2014) auf den Half- und Superpipes ein Kräftemessen.

Bei diesen sportlichen Wettkämpfen, aber auch in ihren anderen Tätigkeitsbereichen in den Skigebieten, in den Gemeinden, bei den Eisenbahnen und den Flughäfen ist von den Zaugg-Maschinen vor allem eines gefordert: Höchstleistungen. Denn jeder Ausfall kostet Zeit und Geld. „Die sprichwörtliche schweizerische Zuverlässigkeit, die außerordentliche Betriebssicherheit, der sehr hohe Arbeitskomfort und die überdurchschnittlich lange Lebensdauer unserer Gerätschaften basieren auf jahrzehntelanger Erfahrung mit dieser Technik und der Problematik der Schneeräumung in allen Höhenlagen und Klimaverhältnissen. Unsere Ingenieure befassen sich unentwegt und mit offenem Geist damit und sorgen immer wieder für technische Meisterleistungen, wie etwa unsere Superpipe-Fräse ‚Pipe Monster 22ft+‘, mit der eine Pipehöhe von 6,90 m (anstatt der bisherigen 6,70 m) erzielt wird“, erklärt Zaugg-Marketingleiter Rolf Egli. Sie ist auf Anregung und in enger Kooperation mit der Winterdestination Weisse Arena Gruppe in Laax im Schweizer ­Kanton Graubünden entstanden. „Denn wir hören unseren Kunden genau zu und gehen bestmöglich auf ihre individuellen Bedürfnisse ein. Dadurch entstehen dann auch oft Innovationen“, so Egli.

Pipe Monster 22ft+

Diese Superpipe-Fräse ist eine Weiterentwicklung des „Pipe Monster 22ft“ und unterscheidet sich hauptsächlich durch ein Zwischenstück, das bei Bedarf auch nachgerüstet werden kann. Das Pipe Monster 22ft+ verfügt über eine Seitenverschiebung (1.800 mm) und kann problemlos mittels Schnellwechselsystem an alle leistungsstärkeren Pistenfahrzeuge montiert werden. Die Bedienung des Pipe Monsters erfolgt vom Cockpit aus.

Die Arbeitsgeschwindigkeit der Fräse liegt bei 500 bis 800 m/h. Zuletzt wurde ein Pipe Monster 22ft+ nach Calgary (Kanada) ausgeliefert. Eventuell könnte dieses Modell auch für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang in Südkorea ein Thema  werden. Abgesehen von diesen ­Superpipe-Fräsen hat Zaugg natürlich auch Fräsen für den Bau von kleineren und mittleren Halfpipes (Pipe Designer) in ihrem Sortiment, die für Snowboard-Anfänger geeignet sind. Darüber hinaus gibt es noch den X-Designer für den Unterhalt von Tubing-Bahnen und Funparks. Der größte Absatzmarkt für die Halfpipe- und ­Superpipe-Fräsen von Zaugg  ist Nordamerika. Aber auch Asien und Russland haben noch ein großes Potenzial. Weltweit sind derzeit zirka 300 Maschinen im Einsatz.

Sehr gut entwickelt hat sich bei Zaugg auch die Schneeräumung für Bahnen.

„Freie Bahn“ in jedem Schnee

Diese beeindruckenden Schneeräumanlagen für den schienengebundenen Verkehr  sind zu 100 % kundenspezifisch und jedes für sich eine Sonderanfertigung. Sie sind meistens nicht selbstfahrend, sondern werden, je nach Bedarf, von einem Schienentraktor, einer Lokomotive oder einem Triebwagen geschoben. Das jüngste Projekt wurde für Trafikverket, das schwedischen Zentralamt für Verkehrswesen, realisiert. Dabei handelt es sich um die Schneefrässchleuder-Lokomotive Zaugg ZRR 10000 M, die seit April 2016 auf der Malmbanan, dem schwedischen Teil der Erzbahn zwischen Luleå und Narvik, mit einer Kapazität von 7.500 t Schnee pro Stunde ihren Dienst verrichtet. Für das Fahrgestell zeichnet die Firma Matisa aus Lausanne verantwortlich. Die Malmbanan-Strecke führt oberhalb der Baumgrenze über das Gebirge, wo schwere Schneestürme zu meterhohen Schneeverwehungen führen können.

Weisse Arena Gruppe (Schweiz): Nicht nur die Halfpipe in Laax ist aufsehenerregend (Höhe: 6,90 m, Länge: 200 m, Breite: 22 m), sondern auch die Fräse „Pipemonster 22ft+“.
Halfpipe-Fräse Pipe Monster 22ft in Südkorea im Einsatz
Schneefrässchleuder-Lokomotive für die Malmbanan, den schwedischen Teil der Erzbahn zwischen zwischen Luleå und Narvik. Sie kann mit dem Fahrgestell angehoben und an Ort und Stelle gedreht werden. Auf diese Weise kann die Schneeräumung in beiden Richtungen erfolgen. Die Räumleistung liegt bei 7.500 t Schnee pro Stunde.
Zaugg Catblower: Schneefrässchleuder für Pistenfahrzeuge
Jungfraubahnen: Elektrische Schneefrässchleuder-Lokomotive für die Schienenräumung auf der Strecke Kleine Scheidegg-Eigergletscher.

(c) Leitner

Die Investitionen in städtische Seilbahnen schreiten global unverändert voran. In Mexiko ist der Seilbahnhersteller Leitner seit Beginn der dortigen…

Weiterlesen
(c): Hasenauer.ARCHITEKTEN

Am 3. April wurde die neue Standseilbahn für Hallstatt vorgestellt, ein Gemeinschaftsprojekt der Salzwelten, des Architekturbüros…

Weiterlesen
(c) Doppelmayr, Bayerische Zugspitzenbahn

 

Die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG (BZB) startete am 30. März in den letzten Skibetriebstag im Gebiet Garmisch-Classic. Mit dem Saisonende des…

Weiterlesen
Foto: Doppelmayr

Die INTERALPIN 2025 bietet als Weltleitmesse für alpine Technologien eine Plattform für zukunftsweisende Entwicklungen in der Seilbahnbranche. Auch in…

Weiterlesen
Foto: NLK Filzwieser

Der heurige Winter war im gesamten Alpenraum und auch in Niederösterreich besonders niederschlagsarm und von milden Temperaturen geprägt. Dank der…

Weiterlesen
Foto: Kappl Bergbahnen

Im Sommer 2025 erwartet das Skigebiet Kappl eine bedeutende Neuerung: Die alte Diasbahn wird durch eine hochmoderne Doppelmayr-Gondelbahn ersetzt.…

Weiterlesen
ConnX, Foto: Leitner AG

Der Seilbahnhersteller Leitner präsentiert sich bei der diesjährigen Interalpin – der Weltleitmesse für alpine Technologien. Die seit Jahren ständig…

Weiterlesen
(c) Immoos

Ab sofort ist Daniel Bui-Moosbrugger der Ansprechpartner für alle italienischen Kunden. Neben dem Vertrieb umfasst sein Aufgabengebiet auch…

Weiterlesen
Foto: enrope

Die Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen haben enrope den Auftrag erteilt, den Höllwieslift zukunftsfit zu machen. Der Schlepplift war ursprünglich…

Weiterlesen
Foto: Sunkid

„Alles unter einem Dach“ – moderner Zauberteppich und familienfreundlicher Gehweg in Haute-Nandez in der Schweiz.

Weiterlesen
Foto: Nikolaus Faistauer Photography

Die drei Regionen des Alpin Card Ticketverbunds ziehen nach den ersten Monaten mit Smartphone Ticket im Echtbetrieb Bilanz: Die BLE-Technologie von…

Weiterlesen
Foto: Seilbahnen Schweiz

Aufgrund der späten Ostern fallen die Sportferien in der Schweiz in diesem Jahr in vielen Regionen in den März. Trotzdem gab es im Februar einen…

Weiterlesen
Foto: Kässbohrer

Der "AutroTracer" für den Pistenbully ist ein selbständig mitlenkendes Assistenzsystem, das Spurstabilität und Manövrierbarkeit der Maschine unter…

Weiterlesen

Die Jury des Swiss Mountain Award hat wegweisende Projekte der Unternehmen Remontées Mécaniques Grimentz-Zinal SA, Mantis Ropeway Technologies AG und…

Weiterlesen
Foto: Leitner

Ein Mix aus Komfort- und Effizienzsteigerung bildet die Basis für die Aktivitäten des italienischen Seilbahnherstellers Leitner in Frankreich,…

Weiterlesen