Die ersten Masterplan-Maßnahmen 2011 brachten dem rumänischen Skigebiet Poiana Braşov einen enormen Aufschwung. Deshalb wurde nun mit dem Masterplan 2019 die zweite Ausbaustufe konkretisiert. Dazu gehören u. a. neue Pisten sowie eine direkte Anbindung des Einzugsgebiets rund um Rişnov an das Skigebiet Poiana Braşov.
Foto: Klenkhart
Planung

KLENKHART & PARTNER

Masterplan 2019 für Skigebiet in den Karpaten

Bereits 2007 zeichnete das Tiroler Ingenieurbüro aus Absam für den ersten Masterplan für den Ausbau des rumänischen Skigebietes Poiana Braşov verantwortlich. Im Jahr 2011 wurde der erste Ausbauschritt verwirklicht, und mit dem Masterplan 2019 wurde nun die zweite Ausbaustufe konkretisiert.

Poiana Braşov (früher Schulerau) ist einer der bekanntesten Wintersportorte Rumäniens. Der Ort liegt rund 180 km nördlich von Bukarest und soll in naher Zukunft über eine Autobahn erreichbar sein. Zudem wird auch der Flughafen von Braşov in den nächsten Jahren fertiggestellt werden. Das Einzugsgebiet von Braşov und der Gegend rund um das Schloss Dracula wird dadurch um die Gäste aus der Hauptstadt erweitert. Poiana Braşov, das am Fuße des Berges Postăvarul liegt und die Grenze zwischen Süd- und Ostkarpaten markiert, verfügt bereits über mehrere Hotels mit einer Kapazität von mittlerweile 4.000 Betten. Die in den 1950er-Jahren entwickelte Skistation war in die Jahre gekommen und bedurfte dringend eines neuen Konzeptes, um die Entwicklung des Gebietes voranzutreiben und den Standard zu heben.

Der erste Ausbauschritt wurde Ende 2011, fast getreu dem Masterplan, abgeschlossen. Detailplanung und Realisierung beinhalteten zwei Sesselbahnen von der Doppelmayr/Garaventa-Gruppe, zirka 25 ha neue Pistenflächen und großzügige Pistenverbreiterungen im Altbestand, eine Beschneiungsanlage, die den Großteil der Pisten abdeckt, und einen Speicherteich mit zirka 120.000 m³ Nutzinhalt. Generalunternehmer für alle Ausbauten war ein Bauunternehmen aus Braşov. Die Beschneiungsanlage wurde von der Firma Technoalpin geliefert. Die Detailplanung der neuen Pisten, der Pistenadaptierung sowie der Beschneiungsanlage erfolgte wiederum durch das Ingenieurbüro Klenkhart & Partner. Zusammen mit den zwei neuen Aufstiegsanlagen hat das Gebiet eine echte Aufwertung und einen zeitgemäßen Wintersport-Standard erhalten. Auch Dank der perfekt umgesetzten Beschneiungsmaßnahmen wurden bereits zur Weihnachtszeit 2012 mehr als 5.000 Besucher gezählt. Auch für die Austragung des Europäischen Olympischen Jugend Winter-Festival Braşov 2013 war das Skigebiet damit bestens gerüstet. Poiana Braşov erfreut sich eines immensen Zustroms, und daher war es an der Zeit über die Ausbauphase 2 nachzudenken.

 

Klar formulierte Ziele für Ausbauschritt 2

Speziell für die Zielgruppe der schwächeren bis mittleren Skifahrer bedarf es einer Vergrößerung der Pistenflächen, um auch hier für einen entspannten Familienskitag zu sorgen. Die bereits im ersten Masterplan angedachte Skigebietserweiterung nach Westen soll nun umgesetzt werden. Rund um Rişnov befindet sich ein großes Einzugsgebiet, das eine direkte Anbindung an das Skigebiet von Poiana Braşov rechtfertigt. Mit den neu zu erschließenden Pisten würde auch der flachere, untere Abschnitt des bestehenden Gebietes besser ausgelastet. Nach entsprechenden Studien und umfangreichen Geländebegehungen wurden nun sowohl ein idealer Talstation-Standort als auch neue attraktive Pistenvarianten für die Anbindung nach Westen gefunden. Die Trasse der neuen Aufstiegsanlage wurde so konzipiert, dass sie eher durch einen windgeschützten Bereich führt. Darüber hinaus wurden windresistentere Kabinensysteme vorgeschlagen. Insgesamt wurden bei allen Maßnahmen höchste Sicherheitsstandards forciert. Durch eine neu vorgeschlagene Seilbahnanlage im oberen Teil des Postăvarul soll zukünftig ein früherer Saisonstart im Herbst und eine Verlängerung zum Frühjahrsskilauf ermöglicht werden.

Erweiterung der Infrastruktur

Zusätzlich wird am Ausbau der Infrastruktur gearbeitet. Dazu zählt auch die Verbesserung der Wasserversorgung für die technische Beschneiung. Die derzeitigen Quell- und Wasserfassungen reichen dafür nicht aus, und so musste immer wieder aus dem Trinkwassernetz von Poiana Braşov zugespeist werden, was die Kosten stark erhöhte. In weiterer Folge ist deshalb ein zweiter Speicherteich mit einem Nutzinhalt von zirka 100.000 m³ angedacht, der aus zwei Quellen gespeist werden soll. Der Teich wird als Landschaftsteich ausgeführt, um auch das Sommerangebot zu attraktiveren. Außerdem muss die bestehende 2,5 km lange Zufahrt, die teilweise durch eine Schlucht auf einer zum Teil nicht asphaltierten Straße führt, für den neuen Skigebietsteil entsprechend den heutigen Standards ausgebaut werden. Gleichzeitig bedarf es der Errichtung von Parkplätzen und auch hier einer adäquaten Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung. Die geplante Talstation ist leicht von Braşov beziehungsweise von Rişnov zu erreichen, da bis zu den Parkplätzen keinerlei größere Steigungen zu überwinden sind und diese daher auch im Winter bei Schnee und Eis unproblematisch erreichbar sind. Damit ist dieser Einstieg in das Skigebiet von Poiana Braşov auch für die Tagesgäste aus Bukarest rascher erreichbar.

Da dieses Gebiet auch bei Gruppen und Skiklubs sehr beliebt ist, sind einige Trainings- und Rennstrecken geplant.


Foto: Riesneralm

Das Skigebiet Riesneralm hat ein innovatives Wasserkraftwerk an der Talstation in Betrieb genommen, das ökologischen und nachhaltigen Ansprüchen…

Weiterlesen
Foto: Kässbohrer Geländefahrzeug AG

Die Kunden von Kässbohrer können sich neben höchster Effizienz und Wirtschaftlichkeit auch auf eine optimale Qualität ihrer Fahrzeuge verlassen.

Weiterlesen
Foto: CWA/Doppelmayr Seilbahnen

Der Schweizer Kabinenhersteller CWA Constructions SA/Corp. gewinnt mit seiner neuen 3S-Kabine Atria den „Red Dot Award: Product Design 2020“.

Weiterlesen
Foto: HIWU

Am 18. Juni wurde der erste der beiden neuen Carvatech-Wagen der Standseilbahn auf die Wurzeralm geliefert. In modernem Look und am letzten Stand der…

Weiterlesen
Foto: Prinoth AG

Mit 12. Juni 2020 übernimmt Klaus Tonhäuser die Funktion als Präsident der Firmengruppe Prinoth und folgt somit auf Werner Amort, der seit 2004 das…

Weiterlesen
Foto: Kässbohrer Geländefahrzeug AG

Der neue PistenBully 600 E+ setzt Maßstäbe für einen nachhaltigen Pistenbetrieb. Durch seinen diesel-elektrischen Antrieb verbindet der grüne…

Weiterlesen
Foto: Immoos GmbH

Bergungsspezialist Immoos hat die Corona-Krise in den vergangenen Wochen mit Kurzarbeit überbrückt und die Zeit genutzt, um ältere Angelegenheiten…

Weiterlesen
Foto: conos gmbh

Von allen Branchen ist der Tourismus weltweit am stärksten von der „Corona-Krise“ betroffen –, und in vielen Ski- und Bergdestinationen fragt man…

Weiterlesen
Foto: Bartholet Maschinenbau AG

In Walenstadt in der Schweiz entsteht ein spezielles Gastroerlebnis: Seilbahnbauer Bartholet und La Culina, ein Catering-Unternehmen aus Bad Ragaz,…

Weiterlesen
Foto: Violetta/pixabay.com

Seit seiner Gründung im Jahr 1969 hat sich das Schweizer Familienunternehmen zu einem führenden Komplettanbieter für Kassen-, Zutrittskontroll- und…

Weiterlesen
Foto: grischconsulta

Roland Zegg wird sich bei der Generalversammlung der Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) im August/Herbst 2020 nicht mehr zur Wiederwahl als…

Weiterlesen
Foto: C. Mantona

Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen Österreich, zeigt sich zufrieden mit den neuen Bestimmungen der Lockerungsverordnung für die…

Weiterlesen
Foto: Axess AG

Die Axess AG bietet ein neues Modul für alle Zutrittskontrollsysteme an: Dabei misst ein Sensor die Körpertemperatur und eine Kamera erkennt, ob eine…

Weiterlesen
Foto: Engelberg-Titlis Tourismus AG/Marco Zemp

Nach dem fast dreimonatigen Stillstand aufgrund der Corona-Pandemie dürfen die Bergbahnen in der Schweiz aufatmen: Der Schweizer Bundesrat hat am 27.…

Weiterlesen
Foto: Borer Lift AG

Auch in schwierigen Zeiten wie diesen gilt es nach vorne zu schauen und schon jetzt für die Zukunft zu planen. Im Firmenverbund mit der Sunkid GmbH…

Weiterlesen