Städtische Seilbahnen

Futuristische Fahrt mit Aussicht auf die Lagunenstadt

Venedigs neuer Cable Liner verbindet die Verkehrsinsel Tronchetto mit der Altstadt.

Darauf freuten sich viele Tausende Venedig-Besucher, die täglich mit dem Auto, Bus oder Kreuzfahrtschiff anreisen: Ein eigens für die Lagunenstadt gebautes Pesonentransportsystem, der „Cable Liner“, ging kürzlich in Betrieb. Mit einem Fassungsraum von 200 Personen pro Zug wird der seilgezogene Cable Liner 3.000 Fahrgäste pro Stunde und Fahrtrichtung höchst komfortabel transportieren können. Die von Doppelmayr und Siemens realisierte Bahn gleitet energiesparend, emissionsfrei und vollautomatisch über Venedig - auf Gummirädern, die für Ruhe sorgen, und mit einer Geschwindigkeit von rund 30 km/h. Die 870 m lange, auf durchschnittlich 5 m hohen Stahlträgern errichtete Cable-Liner-Strecke verbindet somit die Parkplätze der Hafen- und Parkhaus-Insel Tronchetto mit dem Tor zum historischen Zentrum der Stadt in rund drei Minuten.

Venedig hat als neueste Attraktion ein seilgezogenes APM von Doppelmayr gewählt, um die vielen Besucher ohne Umwege und Wartezeiten, aber sanft und mit herrlicher Aussicht zur Altstadt zu befördern. Die beiden in jeder Hinsicht umweltfreundlichen High-tech-Züge machen die kurze Fahrt zwischen der Venedig vorgelagerten künstlichen Insel Tronchetto und der Piazzale Roma, der Endstation und dem Ausgangspunkt für die Altstadt, zum beschaulichen Erlebnis für jeden Besucher der Stadt. Umgekehrt passt sich diese Bahn wie kaum eine anderes in Frage kommendes Verkehrssystem an das stilvolle Ambiente Venedigs an, ohne die Anwohner, die vorhandenen Verkehrsadern oder die Architektur der Stadt zu beeinträchtigen.

Im Gegensatz zu so genannten Selbstfahrer-APMs, bei denen sich der Antrieb in den Fahrzeugen befindet, haben seilgezogene Systeme den Vorteil, dass die Züge selbst bei totalem Stromausfall mit einem vom elektrischen Antrieb unabhängigen hydraulischen Notantrieb sicher die Stationen erreichen. Ein wesentlicher, täglich spürbarer Vorteil ist jedoch der extrem leise Betrieb der Bahn. Denn die Antriebe und Bremsen sind zentral im Kellergeschoß der Hauptstation am Tronchetto untergebracht, die Beschleunigung und Bremsvorgänge der beiden Züge finden lautlos über das umlaufende Seil statt. Wie energieeffizient solche Anlagen schon heute arbeiten, zeigt sich bereits an der Rückgewinnung der Bremsenergie von bis zu 40 % der elektrischen Antriebsleistung.

Seilgezogene Züge des Cable-Liner-Systems von Doppelmayr haben sich an verschiedenen Verkehrsbrennpunkten der Welt als ebenso sichere wie ökonomisch und ökologisch günstige Nahverkehrslösung bewährt. Ob etwa als Zubringer-Shuttle in Metropolen wie Las Vegas oder an Airports wie in Toronto, Mexico City, Doha oder Birmingham, die Cable Liner erweisen sich überall dort als ideal, wo viele Personen über kurze Strecken schnell, sicher und kostengünstig befördert werden sollen. Fachleute rechnen daher mit steigender Nachfrage nach solchen Shuttles auch auf starkfrequentierten Kurzstrecken in Innenstädten sowie als Zubringer für Metros, Sportstadien und Vergnügungsparks.

Vorrangiges Ziel der Stadt Venedig ist es, mit dem Cable Liner das starke Verkehrsaufkommen sowie die Parkplatznot an der Piazzale Roma zu entschärfen. Der Individualverkehr sowie Busse werden deshalb in Zukunft auf den Umschlagplatz Tronchetto umgeleitet, wo große Parkhäuser genügend Platz bieten. Die Besucher steigen dann auf den Cable Liner um und werden direkt auf die Piazzale Roma als Tor zur Altstadt befördert. Schöner kann ein Besuch in Venedig wohl kaum beginnen und wieder ausklingen.

Die Station Tronchetto des neuen Cable Liner in Venedig, (c)Siemens AG

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