Cabins

Eine „kleine Schwester“ für die Rothornbahn

Nachdem die Kabinen für die Verbindungsbahn Arosa-Lenzerheide mit dem „German Design Award 2015“ ausgezeichnet wurden, kommen nun auch die neuen Pendelbahn-Kabinen für die 2. Teilstrecke der Rothornbahn aus dem Werk des Schweizer Unternehmens.

Im Zuge der Konzessionserneuerung der 2. Teilstrecke der Seilbahn auf das Parpaner Rothorn wurden in diesem Sommer auch die beiden Pendelbahn-Kabinen ausgetauscht. Auf ausdrücklichen Wunsch der Lenzerheide Bergbahnen AG waren die Kabinen (150 + 1 Pers.) der 2013 errichteten Urdenbahn Designvorbild für die beiden neuen Rothorn-Kabinen. Marc Pfister, Verwaltungsratspräsident der Gangloff Cabins AG (einem Unternehmen der BMF-Gruppe) betont: „Wir haben mit unserem Designer Thomas Küchler eine ‚kleine Schwester‘ zur ‚großen Schwesterkabine‘ der Verbindungsbahn Arosa-Lenzerheide entwickelt.“ Abgesehen von der Formgebung, war das Gewicht eine Herausforderung: Die Leichtbaukabinen sind mit einem im Unterbau integrierten 1.500 l-Wassertank ausgestattet und haben ein Leergewicht, das nach wie vor den Transport von 58 + 1 Personen erlaubt. Darüber hinaus wurde die Konstruktion dieser Pendelbahn-Kabine so optimiert, dass sie als Basis für zukünftige Kabinen mit einem Fassungsvermögen von 60 bis 80 Personen dienen kann. Dabei kamen in vielen Bereichen neue, leichte Materialien zum Einsatz, und zwar immer unter der Voraussetzung, dass die Robustheit und die Alltagstauglichkeit gewährleistet bleiben. Gerade beim Kabinenaustausch auf bestehenden Anlage ist die Gewichtsfrage ein zentrales Thema.

Kratzschutzfolien

Neben ihrem hohen Platzkomfort, zeichnen sich die Kabinen für die Rothornbahn durch ihre großzügige Panorama-Verglasung aus. Hier werden wieder die bewährten Polycarbonatgläser verwendet, die in diesem Fall erstmals mit einer neuen Vierfach-Kratzschutzfolie ausgestattet sind: „Wenn eine Schicht der Folie extrem zerkratzt ist, dann kann man sie, wie beim Visier eines Motorradhelms, einfach abziehen. Ist die vierte Folie ‚aufgebracht‘, kann vor Ort ein neues Folienpaket aufgezogen werden, ohne dass die Scheiben in einem Reinraum behandelt werden müssen“, informiert Pfister. Um die Rundumsicht nicht einzuschränken, wurde der Elektrokasten im Dachgerippe integriert. So kann er bei Bedarf rasch herunterklappt werden, und man gelangt zu den Steuerungselementen. Durch diese Maßnahme konnte das Bedienpanel auch optisch „leicht“ gestaltet werden.

Wassertank integriert

Der im Unterbau des Kabinenbodens eingebaute Wassertank aus Leichtmetall fasst 1.500 l und dient zur Versorgung des Bergrestaurants. Sein Auslassventil wurde optisch in den „Finnen“ mit den LED-Leuchten am Ende integriert, damit auch die Optik von unten ansprechend ist. Dabei wurde sehr viel Wert auf die Details gelegt, ohne zusätzlich Gewicht zu verschenken.

Mit den beiden neuen Pendelbahn-Kabinen für die 2. Teilstrecke ihrer Rothornbahn hat die Lenzerheide Bergbahnen AG maßgeschneiderte Designlösungen bekommen, die nach wie vor das Fassungsvermögen der Vorgängerkabinen (58 + 1 Pers.) aufweisen. Dazu Pfister: „Von Kundenseite her ist das Echo sehr positiv. Wir sind glücklich über diese neue Kabinengeneration und davon überzeugt, dass diese in Zukunft bei diversen Umbauten und Neuanlagen eingesetzt werden wird.“

CM

 

Lenzerheide: Im Zuge der Konzessionserneuerung erhielt die 2. Teilstrecke der Rothornbahn zwei neue Pendelbahn-Kabinen, die optisch die „kleinen Schwestern“ zu den „großen Schwestern“ auf der Verbindungsbahn Arosa-Lenzerheide geworden sind. Foto: Gangloff

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