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Deutsche Seilbahntagung 2011 in Berlin

Auf den deutschen Bergen können die jungen Alten etwas erleben. Die deutsche Seilbahntagung 2011 in Berlin beschäftigte sich mit den Auswirkungen des demographischen Wandels.

Die Gesellschaft wird immer älter, aber die älteren Menschen bleiben länger jung. Diese demographische Entwicklung stellt auch die Seilbahn-Unternehmen vor neue Herausforderungen. Bei der deutschen Seilbahntagung 2011 erklärten die Branchenvertreter, dieser Herausforderung mit mehr Profil, mehr Qualität, mit zielgruppengerechten Angeboten sowie mit mehr Erlebnissen auf den Bergen begegnen zu wollen. "Wir haben große Chancen, mit dem richtigen Angebot auch bei dieser Zielgruppe zu punkten", berichtete Peter Huber, Präsident des Verbandes Deutscher Seilbahnen (VDS).

Der demographische Wandel lässt in der deutschen Reisebranche die Nachfrage leicht steigen. Der Anteil der Senioren wachse dabei ständig, ergab eine vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie. Diese reisefreudige Generation der jungen Alten lege größeren Wert auf die Bereiche Kultur, Natur und vor allem Gesundheit und verreise weniger in einer kurz umrissenen Winter- und Sommersaison, sondern das ganze Jahr über.

"Diesen Herausforderungen müssen wir mit einem passenden Angebot begegnen", betonte VDS-Präsident Peter Huber. Aber er stellte auch klar: "Dieses Angebot muss zum Berg passen. Und es muss naturnah sein. Reine Kunstwelten haben auf Dauer keinen Bestand." Der Tourismusberater Werner Taurer bestärkte die Branche in ihrem Vorhaben. "Es gibt bereits zahlreiche Beispiele, wie auf diese Veränderung der Nachfrage reagiert werden kann." Während die Zielgruppen Familien mit Kindern und Jugendlichen abnehmen, wachsen vor allem die Segmente der über 65-Jährigen. Angepasste gastronomische Angebote, auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnittene Informationen und Wegweiser, ausreichend Parkplätze und gut präparierte Skipisten trügen zu einer zielgruppengerechten Qualitätsverbesserung bei.

"Es gilt auch, das Erlebnis Berg besser zu inszenieren", betonte Werner Taurer. Punkte der Spannung wie spektakuläre Aussichtspunkte und Momente der Entspannung gelte es zu kreieren. Veranstaltungen und Events könnten ebenfalls bestimmte Themen transportieren. Zielgruppengerechte Erlebniswelten - vom Hexenwasser bis zum Bikepark - steigerten die Attraktivität. Jeder Gästeschicht - ob Generation 50 plus, ob Großeltern mit Enkeln oder Menschen mit Behinderung - sollte ein Angebot mit Problemlösung unterbreitet werden.

Aufgrund des demographischen Wandels sollte man auch den Nachwuchs nicht aus den Augen verlieren, rät der Tourismusexperte. Eigens auf Kinder zugeschnittene Konzepte - Kinderschneealmen, Wassererlebniswege und attraktive Veranstaltungen - könnten dazu beitragen, die Kunden von morgen für das Produkt zu begeistern.

Die letzte Wintersaison erhielt mit rund 4,8 Millionen Skitagen und Netto-Verkehrseinnahmen von 74 Mio. Euro durchweg gute Noten. Der frühe Saisonstart im November und die Investitionen in die Beschneiung sorgten für einen ausgeglichenen Saisonverlauf. Die Branche rechnet für die zu Ende gegangene Sommersaison mit sehr guten Zahlen, die allerdings noch nicht vorliegen.

Der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte (VDS) zählt in Deutschland 166 Seil- und vier Zahnradbahnen sowie rund 1.600 Schlepplifte. Knapp zwei Drittel der Seilbahnen sind im Alpenraum zu Hause. Pro Jahr befördert die Branche neun Millionen Gäste.

Link: www.seilbahnen.de

Dipl.-Ing. Peter Huber; Foto: VDS

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